Dublin Castle

Großes Gebäude mit Glockenturm im Nordflügel des Dublin Castle.

Die Geschichte

Das Dublin Castle im süd-westlichen Teil der Stadt zwischen Temple Bar und Christ Church gelegen, wurde 1204 erbaut. Bis 1922 galt es als das Symbol der britischen-königlichen Besatzungsmacht. Ein Feuer im Jahre 1684 zerstörte viele Teile des damals mittelalterlichen Gebäudes. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das Castle in seinem heutigen Erscheinungsbild errichtet.

Das Dublin Castle war am 23. Juli 1803 Schauplatz des Aufstandes von Robert Emmet und seiner Gefolgschaft gegen die Briten. Fünfzig Menschen und der Chief of Justice Lord Kilwarden - der oberste irische Richter, kamen ums Leben. Robert Emmet wurde am 20. September 1803 von den Briten öffentlich hingerichtet.

1922, nach dem Easter Rising (auf Deutsch: Osteraufstand) wurde das Dublin Castle an Michael Collins und den Freien Irischen Staat übergeben. Seither dient es als Repräsentationsgebäude für den Besuch von Staatsoberhäuptern aus aller Welt.

Das Gelände

Das Dublin Castle steht an einem Ort namens Dubh Linn (auf Englisch: Black Pool. Auf Deutsch: Schwarzes Becken). Es war der Namen einer Wikinger-Festung. Die Wikinger eroberten Irland zu jener Zeit. Aus Dubh Linn wurde später im Englischen Dublin. Auf Irish heißt Dublin Baile Átha Cliath.

Auf dem Gelände befindet sich heute neben den State Apartments und den Dubh Linn Tearooms auch ein Konferenz Center. Auf dem nord-östlichen Geländeteil wurde 1807 die neugotische Chapel Royal (auf Deutsch: Kapelle Royal) unmittelbar an den Record Tower gebaut. Im Record Tower befindet sich heute das Garda Museum. Garda wird die irische Polizei genannt.

Bei einer Tour durch das Dublin Castle kann man neben den State Apartments (sofern kein hoher Staatsbesuch da ist) auch ein Gewölbe aus der mittelalterlichen wikinger Zeit bestaunen. Ein alter Teil der Stadtmauer ist hier ebenfalls zu sehen.

Record Tower (Rundturm) und Chapel Royal (Kapelle) auf dem Gelände des Dublin Castle.

Im Garten des Dublin Castle, den Dubh Linn Gardens, kann man auf einer großen Wiese, die von geschlängelten Wegen durchzogen ist, wunderbar dem Lärm der Stadt entfliehen. Die Chester Beatty Library (auf Deutsch: Chester Beatty Bibliothek) ist vom Garten aus zugänglich. Sie erhielt 2002 den Europäischen Museumspreis. Benannt wurde sie nach dem Amerikaner Sir Alfred Chester Beatty (1875-1968), der kurz vor seinem Tot zahlreiche Manuskripte, Bilder, Ikonen, Bücher und andere Gegenstände an den irischen Staat übergeben hatte. Als einer der wenigen Menschen überhaupt, wurde er zum Ehrenbürger Irlands erklärt.

Gläserner Eingang zur Chester Beatty Library auf dem Gelände des Dublin Castle.

Details

Adresse

Dublin Castle
Dame Street
Dublin 2
Ireland
Tel.: +353 (0)1 645 8815

Öffnungszeiten

Führung durch State Apartments und mittelalterliches Gewölbe (beginnt alle halbe Stunde)

Montag - Samstag 10:00 - 16:45 Uhr
Sonn- und Feiertags 12:00 - 16:45 Uhr
Karfreitag, 24. - 28. Dezember,
01. Januar
geschlossen

Chester Beatty Library

Mai - September
Montag - Freitag 10:00 - 17:00 Uhr
Oktober - April
Dienstag - Freitag 12:00 - 17:00 Uhr
Karfreitag, 24. - 26. Dezember,
01. Januar,
Feiertage an einem Montag
geschlossen

Chapel Royal

Montag - Samstag 10:00 - 16:45 Uhr
Sonn- und Feiertage 12:00 - 16:45 Uhr
Karfreitag, 24. - 28. Dezember,
01. Januar
geschlossen

Garda Museum

Um vorzeitige Anmeldung unter

museum@garda.ie

wird gebeten.

Eintrittspreise

Führung State Apartments und mittelalterliche Gewölbe Erwachsene 4,50€
  Studenten/Senioren 3,50€
  Kinder: 12 Jahre und jünger 2,00€
  Kinder: 6 Jahre und jünger kostenlos
Chester Beatty Library   kostenlos
Chapel Royal   kostenlos
Garda Museum nach vorheriger Absprache kostenlos

Weitere Informationen/Tipps

Die Webseite des Dublin Castle wirbt damit barrierefrei zu sein. Bei Hinweisen zu nicht barrierefrei zugänglichen Informationen wird um Kontaktaufnahme unter

dublincastle@opw.ie

gebeten.

Der Zugang zum Dublin Castle ist zum Teil durch Kopfsteinpflaster für Rollstuhlfahrer erschwert. Die State Apartments können von Rollstuhlfahrern besucht werden. Die mittelalterlichen Gewölbe bleibt jedoch aufgrund von schmalen Treppen für Rollstuhlfahrer verwehrt.

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