Phoenix Park

Herbstliche Baumallee mit alten Laubbäumen im Phoenix Park.

Der Phoenix Park - die grüne Lunge Dublins. Das 696 Hektar große Gelände ist an sommerlichen Wochenenden für alle Dubliner das Ausflugsziel Nummer Eins. Nord-westlich des Guinness Storehouse erreicht man den Park, wenn man vom Zentrum aus immer dem River Liffey (auf Deutsch: Fluss Liffey) folgt. Einige wenige Straßen führen durch den Park. Darunter eine große Hauptstraße von 4,3 km Länge, die zum Berufsverkehr sehr voll ist. Breite Fußgänger- und Radwege auf beiden Straßenseiten sorgen dennoch für den Parkcharackter.

Gebäude im Park

Im Park befindet sich unter anderem die Botschaft der USA, aber auch der Sitz des irischen Präsidenten. Das Gebäude nennt sich auf Irisch Áras an Uachtaráin (auf Deutsch: Büro des Präsidenten).

Botschaft der USA im Phoenix Park. Das Gebäude erinnert ein bisschen an das Weiße Haus in Washington D.C.

Das Haus des irischen Präsidenten im Phoenix Park. Ein längliches flaches, weißes Gebäude.

Monumente im Park

Ziemlich genau in der Mitte des Phoenix Park, südlich der großen Straße steht das riesige Papstkreuz auf einem Hügel nördlich einer weitläufigen Wiese. Am 29. September 1979 hielt der damalige Papst Johannes Paul II hier eine Messe ab. Mehr als eine Million Iren nahmen daran teil. Noch heute wird das Kreuz nachts von Innen beleuchtet.

Papstkreuz auf einem Hügel im Phoenix Park. Das große, weiße Kreuz markiert die Stelle der Papstmesse 1979.

Papstkreuz. Weißes Kreuz mit Beleuchtungselementen in der Mitte, die nachts eingeschaltet werden können.

Ganz im Süden des Parks befindet sich auf einer großen Wiese das Wellington Monument. Das Denkmal zu Ehren von Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington ist ein 63m hoher Obelisk. Auch die Half Penny Bridge im Zentrum von Dublin ist ihm zu Ehren errichtet worden.

Wellington Monument im Phoenix Park. Ein großer Obelisk auf einer weitläufigen Wiese.

Eine der vier Tafeln, die im Sockel des Wellington Monument eingelassen sind besagt:

Asia and Europe, saved by thee, proclaim
Invincible in war thy deathless name
Now round thy brow the civic oak we twine
That every earthly glory may be thine.

Auf Deutsch:

Asien und Europa, gerettet durch dich, verkünden
Unbesiegbar im Krieg, dein unsterblicher Name
Nun ranken wir um deine Stirn die bürgerliche Eiche
Dass jede erdliche Ehre dein sein möge

Grün angelaufene Gedenktafel im Wellington Monument.

Sport im Phoenix Park

Polo

Am Wochenende kann man im Phoenix Park zahlreichen Sportlern bei ihren Aktivitäten zu sehen. Neben den vielen Joggern im Park finden regelmäßig Spiele und Trainingseinheiten statt. Beeindruckend sind die Polo-Spiele im Süd-Osten des Parks, nördlichen der großen Straße. Wenn die Pferde über die Wiese galoppieren bebt die Erde. Da der Park sehr offen gestaltet ist, kann man überall vom Rand der Spielfelder aus zusehen.

Polo-Spiel im Phoenix Park.

Rugby

Auch Rugby ist ein typisch irischer Sport, der im Phoenix Park bei Trainigseinheiten oder im Spiel beobachtet werden kann. Die Rugby Felder liegen im Süd-Osten des Parks, südlich der großen Straße. Die Spiele sind jedoch nichts für schwache Nerven, denn egal ob Jugend oder Mädchen - es geht immer voll zur Sache.

Rugby Spiel im Phoenix Park.

Hurling

Hurling ist ein weitere irischer Sport. Mit Holzschlägern und einem Helm jagen die Spieler einem tennisballgroßen Ball hinterher. Dabei geht es ziemlich ruppig zu und wenn der Ball hart auf das Holz des Schlägers trifft zuckt man schon mal am Spielfeldrand zusammen, weil es so laut knallt.

Hurling Spiel im Phoenix Park.

Geschichte

Im Jahr 1663 wurde der Phoenix Park von King Charles II als Hirschpark angelegt. Von einer 13km langen Mauer eingezäunt ging der Englische König hier auf die Jagd. 1745 öffnete der Park seine Tore für die Öffentlichkeit.

Noch heute sind die Nachfahren der Hirschherde im Phoenix Park zu Hause. Sie tummeln sich oft auf den weitläufigen Wiesen und lassen die Menschen ganz nah an sich heran. Wer den Phoenix Park nachts mit dem Fahrrad oder mit dem Auto durchquert sollte die Augen aufhalten, um sich nicht zu erschrecken, wenn die Tiere einem vor der Nase her laufen. Zum Schutz der Tiere ist der Phoenix Park nämlich nur sehr gering beleuchtet.

Eine Wildherde von ca. 20 überwiegend hellbraunen Tieren auf einer Wiese im Phoenix Park.

Nahaufnahme einiger Hirsche vor der US-Botschaft im Phoenix Park.

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